Inhalt
In diesem Kurzreport über die Onlinekonferenz “Bullying and Violence: the Role of Media” finden Sie eine kurze Beschreibung der Konferenz und einige Hintergrundinformationen, darauf folgt eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse. Detailliertere Informationen zu der Konferenz, ihren Ablauf und ausführlichere Ergebnisse finden Sie im vollständigen (englischsprachigen) Bericht.
Die Onlinekonferenz – einige Hintergrundinformationen
Die Onlinekonferenz “ Bullying and Violence: the Role of Media” war die vierte von insgesamt fünf Onlinekonferenzen im Rahmen des Projektes VISIONARIES-NET. Einen Überblick über das Projekt VISIONARIES-NET und Informationen über die anderen Onlinekonferenzen finden Sie unter www.bullying-in-school.info
Zur Zielgruppe der Onlinekonferenz gehörten Journalisten, Entscheidungsträger in den Medien, Wissenschaftler, Vertreter von NGOs oder pädagogischen Instituten, besondere Gäste, etc. Eine vollständige Teilnehmerliste kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: participants
Das Hauptziel aller fünf Konferenzen war es, Experten aus dem Bereich Bullying aus der ganzen Welt zusammenzubringen und mit Hilfe des Internets miteinander zu vernetzen um somit auch räumlich weit voneinander entfernten Personen die Möglichkeit zu geben, sich untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen.
Bei der Konferenz “School Bullying and Violence: the Role of Media” ging es darum die Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenzubringen, um das Thema zu diskutieren, wie Medien über Gewalt und Bullying in der Schule (SBV) berichten. Es wurden Fragen wie Welche Rolle nehmen die Medien bei SBV ein? Wie können sich die Medien an Präventionsmaßnahmen beteiligen? Wie beeinflussen die Medien die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen? Can media be a vector of safety feeling about SBV? diskutiert.
Die Teilnehmer hatten so die Möglichkeit andere Menschen, die sich mit diesem Themengebiet befassen, kennen zu lernen, andere Ansätze aus allen Teilen der Welt zu sehen und von Gleichgesinnten zu lernen und zu profitieren, außerdem konnten sich so Netzwerke mit und zwischen den Experten aus verschiedenen Ländern und Kulturen entwickeln.
Konzept und Methodik der Konferenz
Die Konferenz bestand aus einem asynchronen Forum, auf welches nur die geladenen Teilnehmer Zugriff hatten. Das Forum war für vier Wochen rund um die Uhr geöffnet, so dass sich die Teilnehmer aus der ganzen Welt an der Diskussion beteiligen konnten, wenn sie die Zeit hatten.
Da die Teilnehmenden Experten für das von der Konferenz behandelte Gebiet sind, wurden sie in die Auswahl der Themen aktiv mit einbezogen. Die Moderatoren befragten die Teilnehmer über die 4 Themen der Woche und aus der Analyse der Antworten wurden in verschiedenen Threads Eröffnungsbeiträge zur Diskussion erstellt. Dort hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit noch mal über die Antworten, die sie oder ihre Kollegen zu den Eröffnungsimpulsen gegeben hatten zu reflektieren und die Diskussion auf dieser Basis voranzutreiben. Dieser Mehrebenenprozess ähnelt den so genannten Delphi – Ansatz, der zur Strukturierung neuer Forschungsgebiete mit Hilfe einer Expertengruppe genutzt wird.
Jede Woche wurde ein Hauptthema bearbeitet, dass sich in 3-4 Unterthemen aufschlüsselte. Diese Inhalte wurden dann in zahlreichen Threads bearbeitet. Diese Themen wurden nicht – wie anfangs geplant – genau am Ende der Woche geschlossen, sondern meistens länger offen gehalten, um interessante Aspekte der Diskussion nicht zu unterbrechen. Die Ergebnisse dieser Beiträge wurden in regelmäßigen Zeitabständen zusammengefasst und den Beteiligten präsentiert.
Die Information über Öffnung und Schließung von Threads wurde über einen täglichen Newsletter organisiert. In einem Off-Topic Bereich konnten die Teilnehmer über Themen diskutieren, die zwar im weiteren Sinne mit dem Thema der Konferenz zusammenhingen, aber nicht zu den Fragestellungen in den jeweiligen Hauptdiskussionen passten.
Die Hauptergebnisse der Konferenz
Thema 1: Medienberichterstattung über Bullying und Gewalt in der Schule (SBV)
Informationsquellen über SBV
Fragebogen:
Für Journalisten: Wie sammeln Journalisten Informationen, wenn sie sich entscheiden über SBV zu berichten? Wo suchen sie nach Informationen über SBV?
Für die übrigen Teilnehmer: Was wurden Sie von den Journalisten gefragt, wenn sie über das Thema SBV Auskunft geben sollten? Was sollte ihrer Meinung nach zu dem Thema veröffentlicht werden, dass bisher nicht veröffentlicht wurde und warum?
Die Berichterstattung über Bullying und Gewalt an der Schule
Fragebogen:
- Wie wird SBV von den Medien in Ihrem Land dargestellt?
- Was denken Sie ist das beste Maß zwischen zu vielen Nachrichten und keinen Nachrichten über das Thema?
- Wie sollte Ihrer Meinung nach die Berichterstattung zu SBV aussehen und warum?
Definitionen von SBV
Es gibt vier Faktoren, die zur Entwicklung von Verhaltensweisen wie Bullying, Mobbing oder Gewalt an der Schule beitragen: 1) eine negative Lebenseinstellung des Erziehungsberechtigten; 2) Tolerierung von aggressivem Verhalten des Kindes; 3) Eltern, die ihr Kind mit Hilfe von Autorität und Gewalt erziehen; 4) Eine natürliche Veranlagung des Kindes zu Arroganz. Nach den Aussagen desselben Autors sind die meisten Täter Jungen, aber auch Mädchen können Täter sein. Weiblichen Täter nutzen manchmal indirekte Methoden wie Gerede, Manipulation von Dritten, Lügen oder Ausschluss aus der Gruppe (Smith; Sharp, 1994).
SBV wird definiert als jedwedes sprachliches oder körperliches Vorgehen mit dem Ziel die Würde und den Stolz einer Person zu verletzten, zu untergraben, sie zu beleidigen oder zu verunglimpfen. Dazu zählen Verhaltensweisen wie Spitznamen erfinden, sich lustig machen, Gerüchte in die Welt setzten, Belästigung, sowie Gegenstände gegen den Willen des Besitzers gewaltsam zu entwenden und physische Gewalt.
Alle Formen von Misshandlung (emotional, sexuell, physisch, etc.) unterhalb der an Schulen beteiligten Personenkreise (Schüler vs. Schüler, Erwachsene vs. Schüler, Schüler vs. Erwachsene, usw.)
Bullying ist die psychische oder physische Machtausübung einer (oder mehrerer) Person(en) gegenüber einer (oder mehreren) Person(en).
Thema 2: Wie geht man mit den Medien um?
Die Rechtslage und die Risiken im Umgang mit den Medien
Fragebogen:
- Mit welcher Berechtigung werden die Opfer in den Medien gezeigt und wo liegen die Risiken dieser Vorgehensweise?
- Wann sollten Ihrer Meinung nach ein Opfer in den Medien dargestellt werden und wann nicht?
- Wer sollte den Opfern beratend zur Seite stehen?
Medienkompetenz
Fragebogen:
- Was sind die grundlegenden Medienkompetenzen, die man im Umgang mit SBV haben sollte?
- Wie kann man diese Medienkompetenzen weitergeben?
- Wie kann man seine Medienkompetenz schulen?
Thema 3: Ziele und Effekte von Massenmedien
Effekte der Medienberichterstattung
Die Diskussion erwuchs daraus, dass Medien über weit mehr als nur Nachrichten berichten. So wurden in de letzten Jahren in vielen Ländern Untersuchungen zur Gewaltdarstellung in Fernsehprogrammen durchgeführt. Dieselben Untersuchungen fanden auch heraus, dass die Gewalt im Fernsehen Gewalt im täglichen Leben fördert.
Darauf aufbauend gehörten zum Fragebogen folgende Fragen:
- Stimmen Sie dieser Meinung zu oder nicht?
- Kann Gewalt in den Medien gewalttätiges Verhalten fördern oder aktivieren? - Was denken sie kann dagegen unternommen werden und wer sollte etwas unternehmen?
Die Rezipientenkompetenz des Publikums
Thema 4: Methoden im Umgang mit den Medien
Zusammenarbeit mit den Medien
Methodenauflistung